30. September 2026

SafeSpace@Work trifft Praxis: Was wirkt in der Arbeitswelt von morgen

Der Besuch der Zeche Zollverein am 28. September 2026 erinnerte eindrucksvoll daran, wie sehr sich Arbeit im Laufe der Zeit verändert hat. Genau daran knüpfte die ddn-Netzwerkkonferenz am 29. September 2026 bei NOWEDA in Essen an: Wie gestalten wir Arbeitsbedingungen, Zusammenarbeit und Fachkräftesicherung in einer sich wandelnden Arbeitswelt? Anhand von sechs aktuellen oder gerade abgeschlossenen Projekten erhielten die Teilnehmenden Einblicke in bereits erprobte bzw. erste Lösungsansätze für die betriebliche Praxis. SafeSpace@Work gestaltete einen Workshop zum Experimentierraum-Thema, psychologische Sicherheit in der Interaktionsarbeit.

Ein Blick zurück auf die Arbeitswelt des Ruhrgebiets

„Mein Großvater hat selbst noch auf der Zeche gearbeitet.“ Mit persönlichen Erinnerungen wie dieser machte unser Tourguide die Abendführung „Über Kohle und Kumpel“ auf dem UNESCO-Welterbe Zollverein in Essen zu einem besonderen Erlebnis. Gemeinsam tauchten wir in den Arbeitsalltag der Bergleute ein und erhielten eindrucksvolle Einblicke in eine Arbeitswelt, die das Ruhrgebiet und Generationen von Menschen geprägt hat. Der Besuch zeigte zugleich eine spannende Verbindung zu den Themen unseres Netzwerks: Wenn wir heute über die Zukunft der Arbeitswelt sprechen, lohnt sich auch der Blick zurück. Wie hat Arbeit frühere Generationen geprägt, wie hat sie sich seitdem verändert und was können wir daraus für die Arbeitswelt von morgen mitnehmen?

Was passiert, wenn in der Arbeitswelt nur noch zählt, was messbar ist?

Nach der Begrüßung von Dr. Michael Kuck, Vorstandsvorsitzender bei NOWEDA, ging Dennis Krolzig, Personal und Kultur bei NOWEDA, in seiner Keynote der Frage „Was passiert, wenn in der Arbeitswelt nur noch zählt, was messbar ist?“ nach und zeigte, wie eine starke Kennzahlenorientierung Autonomie, Kompetenzerleben und soziale Eingebundenheit beeinflussen kann. Sein Impuls: Kennzahlen als Orientierung nutzen, ohne dabei die Persönlichkeit, das Erfahrungswissen und die Potenziale der Beschäftigten aus dem Blick zu verlieren. Wo man ansetzen kann und wie NOWEDA das umgesetzt hat, könnt ihr in der Präsentation (s. Downloads) nachlesen. 

Die Sessions: Forschung trifft Praxis

In sechs interaktiven Sessions diskutierten die Teilnehmenden, wie sich New Work auch jenseits des Büros umsetzen lässt, wie Diversität zur Fachkräftesicherung beiträgt und wie Altersstereotype erkannt und überwunden werden können. Am Nachmittag standen psychologische Sicherheit in der Interaktionsarbeit, Zukunftsgespräche für die späte Berufsphase sowie der Later Life Workplace Index mit strukturiertem Wissenstransfer im Mittelpunkt. Aus den Diskussionen entstanden kreative Schatzkarten und Magazin-Cover mit praxisnahen Ideen, ersten Schritten und konkreten Impulsen für die eigene Organisation.

Die Sessions: 

  • NewWork4KeyWorkers: New Work jenseits des Büros – Mit Tobias Berens und Michael Beese vom BIT e.V.
  • SEDiMA: Diversität als Erfolgsfaktor in der Fachkräftesicherung – Gewinnen, Binden und Entwickeln von Fachkräften an Schlüsselstellen der Phasen im Arbeitsleben – Mit Christina Meyn von der Sozialforschungsstelle der TU Dortmund und Despoina Panteli von der Offensive Mittelstand
  • SNAW und Age Diversity KPIs: Altersvielfalt sichtbar machen – Mit Jenny Ärlemalm von IKEA Deutschland und Holger Hütte von Neopera/GOKA und Lucie Stecker von ddn
  • SafeSpace@Work: Psychologische Sicherheit in der Interaktionsarbeit –Mit Michael Niehaus von der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin und Florian Bachor von der BECKDESIGN GmbH 
  • ÜbergangsWeise: Späte Berufsphase optimal nutzen mithilfe von Zukunftsgesprächen – Mit Gundula Grzesik von der Wirtschaftsförderung Dortmund, Ilka Tasche und Daniela Marques vom Berufsförderungswerk Dortmund sowie Felia Glaser und Melanie Ludewig von ddn 
  • Later Life Workplace Index & Einführung eines strukturierten Wissenstransferprozesses in der Bundesbank – Mit Jürgen Büscher von Nova.PE und Nancy Reilich von der Zentrale der Deutschen Bundesbank 
 
 

Die ddn-Netzwerkkonferenz hat einmal mehr gezeigt, wie wertvoll der Austausch zwischen Wissenschaft und Praxis ist. Diesen Dialog möchten wir auch in den kommenden Monaten fortsetzen. Die INQA-Experimentierräume ÜbergangsWeise, SEDiMA und SafeSpace@Work laufen noch bis November 2027 und werden weiterhin neue Erkenntnisse für die betriebliche Praxis liefern. Alle Neuigkeiten zum INQA-Experimentierraum SafeSpace@Work kann auf dieser Webseite nachgelesen werden.

 

Einblicke aus der ddn-Netzwerkkonferenz